Drohnen können viel mehr als Fliegen. Vor allem können sie wunderschöne und beeindruckende Bilder von oben schießen, wie die Plattform germandrones.eu der Augsburger Sebastian Sperner und Julius Krebs zeigt. Für die Gründung der größten und wichtigsten Plattform für Drohnenfotografie ist Germandrones nun für den Augsburger Medienpreis in der Kategorie BILD nominiert.

Drohenfotografie: Die Demokratisierung der Luftaufnahmen

Drohnenfotografie ist – wie sich wohl jeder denken kann – eine ziemlich neue Sparte der Fotografie. Erst seit wenigen Jahren können Drohnen faszinierende Luftaufnahmen machen und uns so unsere Erde von oben zeigen. Im Vergleich zu Fotografien aus dem Flugzeug oder dem Hubschrauber kommt die Drohnenfotografie mit weniger Aufwand und weniger Finanzmitteln aus. Durch die neuen technischen Möglichkeiten ist mit der Drohnenfotografie ein Feld entstanden, auf dem sich unbekannte und etablierte Künstler verwirklichen können.

Ganz weit weg

Auch Sebastian Sperner und Julius Krebs, die die Plattform germandrones.eu gegründet haben, sind Drohnenfotografen. Die Bilder, die sie auf ihrer Plattform zeigen, haben einen eigenen Zauber. Sie strahlen etwas Sphärisch-Entrücktes aus, vielleicht weil sie weit weg von allem aufgenommen sind. Bekanntes zeigen sie aus neuen Perspektiven. Das Märchenschloss Neuschwanstein von oben. Eine Insel, verloren und gleichzeitig idyllisch entrückt im weiten Ozean. Serpentinen im Gebirge, auf denen sich einsam ein Bus nach oben quält.

Drohnenfotografie unterliegt strikten Vorschriften

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Im Vergleich zu Fotografien aus dem Flugzeug ist die Drohnenfotografie weniger aufwendig und kostenintensiv. (Bild: © German Drones)

Dass der Großteil der Drohnenfotografie Naturaufnahmen zeigt ist kein Zufall. Denn es gibt strenge Vorschriften, wo Drohnen fliegen dürfen und wo nicht. Städte sind zum Beispiel tabu. Die Vorschriften einzuhalten ist für Sebastian Sperner und Julius Krebs ein absolutes Muss. Auch das Persönlichkeitsrecht achten sie streng. Wenn Menschen in der Nähe sind, dann holen sie deren Einverständnis ein.

Zu viel Chaos auf Instagram

Vor der Gründung ihrer Plattform waren Sperner und Krebs auf Instagram aktiv, wo sie mittlerweile 20.300 Follower haben. Doch hier war ihnen das Chaos zu groß, wie sie der AZ verrieten. Viele tolle Luftaufnahmen gingen in der Masse einfach unter. Ein Unding, wie die beiden fanden. Um Ordnung zu schaffen und die Community besser zu vernetzen, gründeten sie die Plattform germandrones.eu, da bis dato kein solches Netzwerk bestand. Germandrones.eu wurde so zu einem der größten und wichtigsten Plattformen für Drohnenfotografie in Deutschland. Darüber hinaus war und ist es ein großes Anliegen für die Medienmacher, andere Personen nicht nur mit ihren Werken zu inspirieren. Vielmehr möchten sie auch weiteren Drohnenfotografen die Chance an die Hand geben, ihre Arbeiten auf germandrones.eu zu präsentieren. Das begründet für Sebastian Sperner und Julius Krebs auch, auf bezahlte Angebote zu verzichten. Wie jede neue Technologie entwickelt sich die Drohnenfotografie beständig weiter. Auch dazu leistet germandrones.eu mit der Vernetzung der Community einen wichtigen Beitrag.

Neues entdecken aus neuen Blickwinkeln

Julius Krebs und Sebastian Sperner bezeichnen sich selbst als Digital Natives und klischeehafte Vertreter der Generation Y. Sie suchen immer nach dem Neuen, dem Außergewöhnlichen, ohne sich selbst dabei zu ernst zu nehmen. Mit der Drohnenfotografie haben sie ihren eigenen Horizont und den von mehr als zehntausend Usern bei dieser Suche um eine entscheidende Perspektive erweitert: Von oben blicken sie nun auf die wunderschöne Welt und ermöglichen uns allen, daran teilzuhaben.

Autorin: Katja Heumader | FOMACO GmbH

Coverbild: © German Drones