Der Wandertag zählt in der Regel nicht zu den Highlights für Schülerinnen und Schüler. Eine Entdeckungstour der besonderen Art bietet dagegen die App „Zirbl“. Dieses innovative Tool von jungen Studierenden ergänzt nicht nur den Schulunterricht von unterschiedlichen Klassen der Mittelschule, der Realschule oder des Gymnasiums. Vielmehr können so Lernende wie Touristen themenbasiert auf spannende Rätseltouren gehen, in und um Augsburg. Dafür wird die herausragende Leistung für den Augsburger Medienpreis 2018 in der Kategorie WORT nominiert.

Wie sie mediale Inhalte greifbar machen

Jung – neugierig – engagiert: Das kennzeichnet das Team „Zirbl“, das aus vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten und Talenten besteht. Was sie darüber hinaus verbindet: die Begeisterung für die Realisierung medialer Inhalte. Wie das auf sehr erfolgreiche Art in einem Projekt umgesetzt werden kann, zeigen die zehn Teammitglieder mit ihrer App. Diese mobile Software kann auf jedem internetfähigen Smartphone oder Tablet kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Konzipiert, programmiert und gestaltet hat sie das Team „Zirbl“ in Eigenregie und auf hohem technischen Niveau. Denn für die jungen Studierenden der Hochschule Augsburg stand von Anfang an fest, dass sie sehr gute Medienarbeit mit wertvollen Inhalten und ansprechendem Design entwickeln wollen. Dieses Ziel ist gleichzeitig ihre Berufung und der Garant für ihre produktive Zusammenarbeit, wie sie im Interview verraten.

Ins Juwel des Schwabenlandes eintauchen – mit „Zirbl“

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Innovativ und interaktiv geht es mit der App auf Rätseltouren. (Bild: © Team „Zirbl“)

Die entwickelte App besticht dabei nicht nur mit ihrem modernen Design. Sie hat zudem einen Fokus auf verschiedene Themen, zu denen die Studierenden jeweils eigene Touren in und um Augsburg gestaltet haben. So können interessierte Entdecker im Zoo von Gehege zu Gehege gehen und verschiedene Aufgaben lösen, oder im Stadtgebiet unterschiedliche Brunnen zum Themenfeld Wasser aufsuchen. Mit Liebe zum Detail lotst sie dabei die App-integrierte Navigation zum nächstgelegenen Punkt, wo weitere Rätsel warten. Diese können auf virtuelle Weise sowohl einzeln, in Teams oder auch klassenweise bewältigt werden. Lehrende können den Fortschritt der rätselnden Schüler anhand von Statistiken überprüfen. Generell haben so nicht nur Lehrende und Lernende, sondern alle Interessierten die Möglichkeit, aktiv ins Juwel des Schwabenlandes einzutauchen.

Neues erfahren – mit Zuversicht und Herzblut

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Neues über Fugger und Co. erfahren und entdecken geht am besten mit „Zirbl“. (Bild: © Team „Zirbl“)

Was das Team „Zirbl“ bei der Umsetzung ihrer Berufung besonders anspornt, ist, mehr und mehr in die virtuelle Realität einzutauchen. Das geht ihrer Meinung nach am besten mit vielfältigen Medien, die längst ein bestimmendes Alltagselement sind – ob in Form von Büchern, Filmen oder eben Apps wie „Zirbl“. Damit dieses interaktive Tool von möglichst viele Menschen genutzt werden kann, möchten es die Studierenden veröffentlichen, selbst wenn sie finanzielle Einbußen davontragen. Denn was für die Medienmacher zählt ist nicht in erster Linie das große Geld, sondern die eigenen Ideen neuartig und mit Herzblut umzusetzen.

Autorin: Karin Kreuzer | FOMACO GmbH
Cover-Bild: © Team „Zirbl“