Mit dem Kurzfilm „Danke Augsburg, Danke Heimat“ hat Raffaela Kraus – zusammen mit Jonas Junk – einen Image-Film der besonderen Art produziert. Wer den Film sieht, spürt die Liebe einer jungen Frau zur „nördlichsten Stadt Italiens“ in jedem Bild. Kein Wunder: Schließlich ist die ausgebildete Schauspielerin und Tänzerin in Augsburg aufgewachsen und verbindet viele schöne Erinnerungen mit der Stadt. Für den von ihr realisierten Film ist sie nun für den Augsburger Medienpreis 2018 nominiert. Eine junge Frau mit viel Talent und viel Potenzial, von der wir wohl noch einiges zu sehen bekommen werden.

Kurzfilm „Danke Augsburg, Danke Heimat“

 

Tänzerin, Schauspielerin – vom Musikvideo bis zum Deutschen Schauspielhaus

Raffaela Kraus hat mit ihren 21 Jahren schon eine ganze Menge an Qualifikationen und Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera gesammelt. Sie ist ausgebildete Tänzerin – diese schwierige und zeitintensive Ausbildung machte sie mal so nebenbei als sie noch in der Schule war. Nach dem Abitur 2014 ging es weiter an die Hamburg Stage School. Dort schloss sie vergangenes Jahr mit Auszeichnung ab und erlangte die Bühnenfachreife. Ach ja, fast vergessen: In Theaterpädagogik hat Raffaela Kraus sich auch noch weitergebildet und unterrichtet nun in diesem Fach. Sie tanzt in Musikvideos, steht in Hamburg im Deutschen Schauspielhaus regelmäßig in Theaterproduktionen auf der Bühne.

Raffaela Kraus: Kreative Gestalterin

Selbst auf der Bühne und vor der Kamera zu stehen reicht ihr offenbar aber nicht. Mit dem Kurzfilm „Danke Augsburg, danke Heimat“ hat sie der Stadt, in der sie aufgewachsen ist, ein filmisches Denkmal gesetzt. Sie ist der kreative Kopf hinter Konzept, Bildern, Musik und Emotionen, die der Film auf tiefgreifende Weise vermittelt. Wer Augsburg kennt, dort lebt oder mal gelebt hat, den packt sofort das Heimweh. Klar: Wenn man im Regen zum Supermarkt hetzt, dann ist es auch in Augsburg ungemütlich. Aber im Großen und Ganzen stimmt das Bild von der sonnigen und geschichtsträchtigen Rennaissance-Stadt doch ziemlich genau mit dem überein, was man an einem schönen Sommertag in Augsburg erlebt und zu Gesicht bekommt. Und der nächste Kurzfilm ist schon in Produktion. Raffaela Kraus will selbst gestalten und Neues schaffen – nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera.

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Raffaela Kraus im Making-of zu „Danke Augsburg, Danke Heimat“ (Bild: © Fabian Siegel)

Kriterien erfüllt?

So weit, so gut. Bleibt die Frage, ob Raffaela Kraus denn überhaupt die Kriterien des Augsburger Medienpreises erfüllt. Dieser zeichnet

„Medienmacher aus, die eine außergewöhnliche Leistung/Werk im Sinne der ausgeschriebenen Kategorien erbracht haben und in einen unmittelbaren Bezug zur Region Augsburg/ Schwaben stehen. Vorgeschlagen werden können alle Medienmacher, die im Einzugsgebiet geboren sind oder hier Ihren Wohnsitz haben oder über ihr Werk/Leistung in besonderer Weise auf die Region Bezug nehmen und deren Werk/Leistung/en in den Kategorien Bild, Ton oder Text eine vorbildhafte Wirkung in der Region erzielt haben.“

So steht es auf der Website des Augsburger Medienpreises geschrieben. Die Nominierung der Filmemacherin, Schauspielerin, Regisseurin und Tänzerin Raffaela Kraus in der Kategorie „Bild“ ist damit schon fast unumgänglich.

Außergewöhnliche Leistung: check

Raffaela Kraus führte bei dem Kurzfilm „Danke Augsburg“ Regie, schrieb das Drehbuch, organisierte Unterstützer und ist auch noch die Hauptdarstellerin. Ein filmisches Allroundtalent mit 21 Jahren, das erst 2017 die Bühnenreife an der Hamburger Stage School erwarb. Wir dürfen gespannt sein, was da noch alles kommt!

Unmittelbarer Bezug zur Region Augsburg: check

Schon der Titel verrät alles: „Danke Augsburg“. Mehr Bezug zu Augsburg geht nicht. Von Stadtmarkt über Puppenkiste, von Eiskanal bis Kuhsee, von Annahof über Ratskeller bis Kahnfahrt ist alles dabei.

Medienmacherin im Einzugsgebiet geboren: check

Raffaela Kraus ist in Augsburg geboren und aufgewachsen. Ihr Kurzfilm ist eine Ode an die Heimat. Gut, mittlerweile ist sie der Region abtrünnig geworden und lebt an der Alster. Genauer gesagt: In Hamburg. Aus beruflichen Gründen, wie wir annehmen. Welche Gründe könnte es sonst geben, aus Augsburg fortzuziehen?! Und: Der Wohnort und Lebensmittelpunkt kann sich ja auch wieder ändern.

Ein Dank hier gilt natürlich auch Jonas Junk, mit dem Raffaela Kraus das Projekt realisiert hat.

Autorin: Katja Heumader | FOMACO GmbH und Redakteurin AGITANO
Cover-Bild: © Fabian Siegel